Die Umstellung des Pferdes auf den Damensattel

Warten Sie, bis das Pferd bereit ist, also sicher und gut an den Hilfen steht, bevor Sie mit dem Damensattelreiten anfangen! Ich  persönlich würde einem Pferd nicht vor dem 4. Lebensjahr einen Damensattel auflegen. Das beste Alter dafür liegt zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr dann sind die meisten Pferde ausgewachsen und vom Gebäude her fertig entwickelt. Das Pferd muss sich erst physikalisch und geistlich entwickeln haben. Aber die wichtigste Sache ist der Rücken. Die Rückenmuskeln müssen sich stark und gut entwickelt haben, bevor man überhaupt an das Damensattelreiten auf ein Pferd denken kann, besonders da diese länger und schwerer sind als ein normaler Sattel.

Wer ein bereits Eingerittenes und Grundausgebildetes Pferd hat, hat es einfach ein Pferd auf den Damensattel umzustellen. Ich sage nicht, dass Ihr Pferd in hohem Grade erzogen werden muss, um unter einem Damensattel gut zu gehen, aber Ihr Pferd sollte die grundlegenden Hilfen kennen und in der Lage sein sauber im Schritt und Trab antreten und sollte langsam zu galoppieren sein und auf Kommando anhalten, wenn es verlangt wird.

Was das Pferd unter dem normalen englischen Sattel nicht tut wir es auch unter dem Damensattel nicht können.

Natürlich kann man ein Pferd auch direkt mit dem Damensattel anreiten, allerdings ist dieses sehr schwierig und gefährlich für Sie und das Pferd! Ebenso sollte man ein Pferd nicht ausschließlich im Damensattel reiten, regelmäßiges Training im normalen Sattel ist gut für den Rücken und die Muskeln.

Am Ende der folgenden  Übungen, wünscht man sich ein Pferd, das vollständig ungestresst und  glücklich ist, das versteht was von Ihm beim Damensattelreiten verlangt. Sie müssen sich immer vor Augen halten, dass dieses der erste Schritt im Trainingsprozess ist. Erwarten Sie nicht Vollkommenheit und erwarten Sie nicht vom  Pferd, genau zu gehen, sowie es mit gespreizten Beinen in dieser ersten Lektion tunen sollte.

Während des allerersten Rittes müssen Sie geduldig und verständnisvoll sein, versuchen Sie ihr Pferd zu verstehen. Das  verfeinern und korrekte Reiten  kommt in weitern Übungseinheiten. Das Wichtigste ist nun erstmal das Pferd vorsichtig an die neue Aufgabe heranzuführen.

 

 

 

Ein gut geschultes Pferd ist die Grundlage jeder möglicher Art von Reiten und ist ein wahres Vergnügen. Ich selbst habe einige harte Monate Arbeit und kaum enden wollende Geduld in die Ausbildung mein Pferd Torin gesteckt. Und das Reiten im Damensattel ist für mich das größte.

 

Stellen Sie sicher, dass die Lage des Damensattels richtig ist und dieser gut aufliegt (siehe: passender Sattel für mich und mein Pferd). Ich kann diesen Punkt nicht genug hervorheben, denn wenn der Sattel nicht richtig passt und für das Pferd unbequem ist, oder vielleicht schmerzt (verteilt den Druck Ihres Gewichtes nicht gleichmäßig), geht das Pferd nicht gut  wenn es geritten wird.

Sobald ich mit dem Sitz und der Position des Damensattels zufrieden bin, führe ich das Pferd herum und mache ihn Wendung und Volten das Pferd locker in beide Richtungen. Dadurch erhält das Pferd ein Gefühl für den Sattel und den ungewohnten Balanceriemen. Nun könnten wir schon aufsteigen.

Ich empfehle zudem das Pferd mehrere male mit Damensattel zu longieren und dabei einen Sack mit aufsteigendem Gewicht zu befüllen, und auf der Sitzfläche festzumachen. So gewöhnt sich ihr Pferd an die veränderte Gewichtsverteilung ohne Risiko oder es zu übervordern.

 

 

Das Pferd wird langsam in enger werdenden Kreisen geführt um ihn an das Neue zu gewöhnen. Der Sack auf dem Sattel soll das Reitergewicht simulieren

 

 

Die erste Lektion unter dem Damensattel. Wie Sie sehen können, ist unser gut vorbereitetes Pferd sehr ruhig und konzentriert bei der arbeit.

 

Der Trab auf der rechten Hand.

Der erste Übergang sollte etwas fordernder geritten werden um dem Pferd das Vorantreten zu erleichtern. Zudem geben wir etwas vermehrt am Zügel nach. Das Pferd wird auf den starken Druck des Stockes und die langen Zügel antwort und willig antraben.

 

Der Rechtsgalopp.

Wieder wird der erste Übergang etwas stärker getrieben, Sie sollten sich immer in Erinnerung Rufen das dieser erste Ritt für ihr Pferd klar, harmonisch und ruhig ablaufen sollte, dann wird ihr Pferd auch ihren Wünschen nachkommen und bereitwillig in der Zukunft mitarbeiten. Wir beginnen immer alle neuen Übungen erst auf der rechten (beinlosen) Hand. Da wir hier das Pferd mit dem übergelegten Bein nicht in der Bewegung stören können, hat das Pferd begriffen was verlangt wird, wird es auch auf der Beinseite richtig reagieren.

 

Der Linksgalopp

 

Nun fühlen wir schon etwas sicherer und Galoppieren auf der linken Hand an. Willig ging unser Pferd auf normale Hilfe in den Galopp und wir drehen munter unsere Kreise in der Bahn. Unser Pferd hat vollständig unsere neunen Hilfen verstanden und unser Pferd bewegt sich motiviert vorwärts!

Je nach Trainingsstand fahren wir mit der Aufgabenstellung unter dem Damensattel fort, werden während der nächsten Woche weiter arbeiten und zum Beispiel  Schritt/Galopp  Übergänge zu erarbeiten, alle Hufschlagfiguren durchzugehen und auch nach können des Pferdes (im normalen Sitz) Lektionen wie Schenkelweichen zu reiten. Vorerst aber beenden wir, nach dem wir einige Runden in Schritt, Trab und wenn möglich Galopp geritten sind, die Arbeit um das Pferd nicht zu übervordern. Es ging uns ja nur darum das das Pferd alle Hilfen willig annimmt und gelassen und ruhig zu gehen. Loben sie ihr Pferd überschwänglich, dann wird es sich freuen wenn sie das nächste Mal den Damensattel auflegen.

 Und wie geht es weiter? 

Bei dem nächsten Reitversuch sollte man bekanntes wiederholt und neue Sachen hinzunehmen, darauf achten nicht all zu lange zu machen und das Pferd ausgiebig loben. Das schafft beim Pferd Sicherheit und Vertrauen. So baut man das Training nach und nach aus und dehnt auch die Reitzeit aus. 

 

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