Polocrosse

Polocrosse ist eine Mischung aus Polo und Lacrosse, ist die australische Variante des Polos. Auch dieser Sport verlangt sekundenschnelles Reaktionsvermögen und ungewöhnlich großes reiterliches Geschick.

Grundausrüstung

Die Ursprünge des Polocrosse liegen in England, doch die moderne Form erhielt das schnelle Spiel 1939 in Australien, wo es auch heutzutage noch am meisten auf der Welt gespielt wird.

Im Gegensatz zum Polo braucht man weder einen Stall teurer Pferde noch aufwendige Ausrüstung, um das Spiel bis auf Wettkampfebene betreiben zu können. Daher wird Polocrosse auch als „Polo des kleinen Mannes“ bezeichnet. Jeder der sechs Spieler einer Mannschaft benötigt nur ein Pferd für das gesamte Spiel. Gespielt wird mit einem Schläger, an dessen Ende ein rundes Fangnetz sitzt. Mit diesem Netzt greift der Spieler den Ball vom Boden oder aus der Luft auf. Den Schläger gibt es in verschiedenen Größen, je nach Armlänge des Spielers und Widerristhöhe des Pferdes. Geritten wird im Allgemeinen mit einem gewöhnlichen Trensenzaum, Vorderzeug, Martingal und einem Sattel mit besonders tiefer Sitzfläche. Ein einfacher Vielseitigkeitssattel genügt in der Regel. Bandagen oder Gamaschen Schützen die empfindlichen Pferdebeine vor Schlägen. Die Spieler tragen T-Shirts in den Farben ihrer Mannschaft, Reithosen und einen stabilen Reithelm.

 

Das Spielfeld

Das Spielfeld besteht aus drei Teilen: einem 90 Meter langen Mittelfeld, in dem das Spiel beginnt, sowie zwei Strafzonen vorne und hinten von je 27 Metern Länge. Die Torpfosten sind drei Meter hoch und stehen 2,4 Meter weit auseinander. Sie befinden sich an den beiden Enden des Spielfeldes.

Teamarbeit

Wie Polo besteht auch Polocrosse aus vier, sechs oder acht Chukkas (Spielabschnitten), die jeweils sechs bis acht Minuten dauern. Jede Mannschaft ist in zwei Gruppen unterteilt, Die gewöhnlich mit A und B bezeichnet werden. Sie wechseln sich nach jedem Chukka ab, so dass eine Gruppe sich erholen kann, während die andere weiterkämpft. Die Spieler einer jeden Gruppe werden mit 1,2 und 3 bezeichnet. Spieler 1 und 3 Machen Jagd auf das Tor, während Spieler 2 die Torjäger der gegnerischen Mannschaft zu decken und am Schlag zu hindern hat.

Die Spielregeln

Das Spiel beginnt im Mittelfeld. Die drei Spieler jeder Gruppe stellen sich Knie an Knie ihren entsprechenden gegnerischen „Nummern“ gegenüber auf. Sobald der Schiedsrichter den Ball einwirft, versucht jeder Spieler, Ihn mit seinem Netzt einzufangen. Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Dazu muss der ballführende Reiter den Ball an der 27 Meter- Startlinie einmal aufprallen lassen, bevor er ihn zwischen die Torpfosten schleudert. Zum Torwurf darf der Spieler den Strafraum vor dem Tor (besteht aus einem Halbkreis mit neun Meter Radius) nicht betreten. Erzielt ihr ein Tor, beginnt das Spiel erneut von der Mitte aus. Der Ball darf in keiner Richtung über die 27 Meter- Linie getragen, sondern nur von einem Spieler zum anderen geworfen werden. Es ist erlaubt, dem Gegner den Ball aus dem Netz zu schlagen oder ihn mit den Pferden vom Ball abzudrängen.

Anforderungen ans Pferd

Für Polocrosse benötigt man ein gehorsames und flinkes Pferd. Es muss zudem ruhig und ausgeglichen sein, um sich in den Pausen von den rasanten Galoppaden auf dem Spielfeld und der allgemeinen Turnieraufregung erholen zu können. Gehorsam und Ausbildung des Pferdes entscheiden oft über den Ausgang des Spiels. Ein Chukka von sechs bis acht Minuten, in denen fast nur galoppiert und scharf gewendet wird, erfordert enorm viel Kraft. Ein Fitnessprogramm mit Dressurübungen und Geländetraining fördern die Ausdauer. Der Stress und die ungewohnte körperliche Belastung wären für ein untrainiertes Pferd absolut unzumutbar.

 

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