Das Reiten im Damensattel

Aufsatteln

Man stellt sich auf die linke Seite des Pferdes. Mit der linken Hand am Vorderzwiesel und der rechten nahe dem Hinterzwiesel schwingt man den Sattel auf den Pferderücken und legt ihn ein wenig vor der Sattellage auf. Den Steigbügel nie auf das linke Horn stecken( die rauhe Trittfläche zerstort das Leder), legen sie ihn über den Sattel oder schnallen sie ihn hoch. Den Sattel nach hinten in die korrekte Position schieben. Der hintere Sattelgurt wird am vorderen Riemen verschnallt, der Bauchgurt an den hinteren Strippen. Rechts ist der Bauchgurt an zwei Sattelblatt-Strippen verschnallt. Der hintere Gurt, der den Sattel im Gleichgewicht hält, wird an einer eigenen Strippe, die hinten am Sattel herunterhängt, verschnallt und verläuft dann unter dem Pferdebauch über dem Bauchgurt. Der Sattel liegt etwas weiter hinten als der Herrensattel. Zwischen den beiden Gurten sollte eine gute Handbreit Luft sein.

 

Bei diesem Sattelmodell:

1.  Den Sattel vor die eigentlich Sattellage legen

2. Den Sattel nach hinten schieben auf die normale Position vom Sattel

3. Wir gehen um das Pferd herum

4. Wir nehmen das Deckblatt herauf. Der darunter befindliche Sattelgurt wird Mittels 1. und 3 Strippe geschlossen

5. Wir lassen das Deckblatt herab. Das Deckblatt wird mittels Riemen geschlossen (hierdurch wird ein Flattern des selbigen verhindert)

6. Zum Schluss wird der Balanceriemen geschlossen (an diesem Sattel war das Gegenstück zu kurz und es wurde eine Verlängerung angebracht, wodurch der Riemen seine Aufgabe erfüllen kann).

Aufsitzen

Es gibt verschiedene Methoden zum Aufsteigen. Am besten stellt man sich auf einen Holzblock, damit der Sattel beim Aufsitzen nicht verrutschen kann. Oder steigt mit einem Gehilfen auf.

Zügel in die linke Hand nehmen und an den oberen Zwiesel legen. Linkes Bein anheben, Helfer bildet mit den Händen einen Steigbügel und ist beim Aufsitzen behilflich. Mit dem rechten Bein vom Boden abstoßen und es in einem großen Bogen über den Pferderücken schwingen. Der Helfer hilft mit dem linken Bein nach.

Jetzt sitz man Rittlings. Achten Sie darauf dass Sie in der Mitte und im Gleichgewicht sitzen. Mit der rechten Hand am Balanceriemen festhalten und das rechte Bein über den Hals des Pferdes schwingen.

Rechtes Knie in die richtige Position am oberen Horn bringen. Sobald man bequem sitzt, linken Fuß in den Steigbügel schieben. Auf gerades sitzen in der Mitte des Sattels achten.

 Englische Methode

(Nur etwas für Fortgeschrittene)

Der Helfer umfasst das linke Bein und stützt die Reiterin die sich vom Boden fest abstößt.Die Reiterin dreht Ihre Hüfte beim erreichen des Sattelsrichtung Helfer. Der Helfer unterstützt Sie dabei.Die Reiterin setzt sich quer auf die Sitzfläche des Sattels. Der Helfer entfernt sich.

Die Reiterin dreht Ihre Hüfte in Richtung Pferdeschulter und legt das rechte Bein über das obere feststehende Horn

Setzt sich in die korrekte Position

Aufsteigen über den Steigbügel

So sollte man nicht aufsteigen, dabei kann sich der Sattel verschieben und dem Pferd schmerzen bereiten. Nehmen Sie sich lieber eine Holzbock zu Hilfe.

 Absitzen 

5. Nehmen sie die Zügel in die Rechte Hand und lassen sie den Steigbügel los. Den Po nach links drehen und das rechte Bein vorsichtig über die Hörner schwingen. 6. Ohne sich am unteren Horn anzulehnen, halb herunter gleiten und halb herunter springen. Das Gesicht zeigt nach vorne, und der Aufprall wird mit federnden Knien abgefangen. Die Zügel immer in der Hand behalten, damit das Pferd nicht weglaufen kann.

Übergelegtes Bein wird zur Hornseite herunter genommenDas bewegliche Horn etwas zur seite drehen. Mit oder ihne Helfer seitlich herab rutschenDabei weder am obere noch am unteren Horn festhalten, diese könnten sich verbiegen oder brechen

Korrekter Sitz

Wer im Damensitz reitet, sollte sich stets bewusst sein, dass es der eleganteste aller Reitstile ist. Ein gerader Sitz mit aufrechtem Kopf ist unerlässlich, um auch zu Pferd "Ladylike" zu wirken. Man denkt sich am besten eine gerade Linie, die vom Scheitel bis zum Nabel verläuft und von Dort aus im rechten Winkel zu dem Punkt zwischen den Ohren des Pferde führt. Liegen die Ohren nicht auf dieser imaginären Linie, ist der Oberkörper zu sehr verdreht. In diesem Fall den Sitz korrigieren, bis die gedachte Linie wieder stimmt. Meist liegt der Fehler darin, dass man in die linke Hüfte einknickt. Daher sollte man sich immer vorsagen:" linke Hüfte nach vorne schieben". Die Zügel verlaufen durch beide Hände, die sich jeweils kurz hinter den Hörnern des Sattels - rechts und links vom rechten Schenkel - befinden. Die Fingerknöchel weisen nach vorne; Die Daumen liegen obenauf. Der in der rechten Hand getragene Reitstock hängt gerade nach unten und dient als Ersatz für den fehlenden rechten Schenkel. Der Daumen darf jedoch nicht auf dem Reitstock oben auf liegen. Das rechte Bein liegt fest um das vordere Horn geschlungen am Sattel an. Die äußere rechte Wade ist gegen das Sattelblatt gedrückt; die Zehen zeigen leicht nach unten. Das linke Bein steht wie im Herrensitz im Bügel. Presst man es zu sehr an das linke Horn, bekommt man möglicherweise einen Krampf. Denken Sie immer an den Grundsatz: Schultern parallel zum Pferd, Hüfte Parallel zur Pferdeschulter

Die richtige Position für die Beine, etwas Freiraum Raum des Knies am feststehenden oberen Horn.  Der linke Oberschenkel sollte mindestens eine Handbreit vom unteren beweglichen Horn sein. Das restliche Bein ist wie im normalen Sitz angewinkelt und der Fuß liegt am Gurt

Korrekter Sitz von der rechten beinlosen Seite betrachtet. Die Reiterin sitzt mittig und mit geradem Oberkörper.  Der Reitstock liegt am Pferd. Die Hände werden etwas weiter hinten getragen als im Herrensattel.
Der korrekte Sitz von Vorne betrachtet. Die Reiterin sitzt aufrecht und mittig im Sattel. Bildet eine gerade Linie zum PferdDer korrekte Sitz von Vorne betrachtet. Die reiterin sitzt gerade und Mittig zum Pferd im Damensattel.

 

Die Sitzfehler

Die linke Handsollte nie nach rechts genommen werden. Die Hände werden geteilt getragen.Das Zügelende sollte sich nie auf der linken Seite befinden. Verletzungsgefahr. immer auf die Beinlose Seite herunter gleiten lassen
Korrekter SitzDie Reiterin klemmt sich an den Hörner fest.  Die Zehen vom rechten Bein werden nach unten gedrückt. Zudem zieht Sie das linke Bein hoch und die Ferse nach oben.
Die Reiterin sitzt zu weit hinten und das rechte Bein wird dadurch nach oben geschwungen

Die Reiterin klemmt das linke Bein an den Sattel und verliert hier durch den Steigbügel. Zudem Zieht sie das rechte Knie nach oben, wodurch der sitz instabil wird.

 Anreiten und Anhalten

Sind die Schultern gerade und der Oberkörper aufrecht, kann man beginnen. Zum Anreiten im Schritt mit dem linken Absatz gegen den Bauch drücken und das Pferd rechts mit dem Reitstock antippen. Das Kreutz gibt dabei ein wenig nach. Im Schritt treibt man abwechselnd mit dem Absatz und dem Reitstock, je nachdem, welcher Hinterfuß am Boden aufsetzt. Die Hände geben der Kopfbewegung des Pferdes nach, ohne jedoch den Kontakt zum Pferdemaul zu verlieren. Zum Anhalten gibt man eine halbe Parade und spannt das Kreutz an. Darauf hin folgt eine ganze Parade, unterstützt durch den linken Schenkel.

Traben im Damensitz

Im Damensattel wird der Trab ausgesessen, da es sich mit einem Steigbügel schlecht aufstehen lässt. Mit einer halben Parade wird das Pferd im Schritt aufmerksam gemacht. Danach folgen die Hilfen mit dem linken Schenkel und der Reitstock wird angelegt, bis das Pferd antrabt. Das Traben im Damensattel ist am Anfang recht unbequem. Wer sich im Rücken verspannt, fällt erst recht hart in den Sattel. Für sicheren Halt sorgt das gegen den Sattel gepresste rechte Bein und nicht das linke. Wenn man das linke Bein gegen das linke Horn presst, verspannt man und verdreht sich im Sitz. Der Rücken ist entspannt wie beim Arbeitstrab im Herrensitz. Die Hände stehen tief und haben einen weichen Kontakt zum Pferdemaul. Nimmt man sie zu hoch und zerrt an den Zügeln, hat man das gleiche Ergebnis wie bei durchhängenden Zügeln: Das Pferd nimmt die Nase hoch, macht sich im Rücken steif, und man wird noch mehr im Sattel umher geworfen.

Beim Traben im Damensattel gibt das rechte Bein, das gegen des Sattel gepresst wird halt. Das linke Bein bleibt locker am Sattelgurt liegen.

Die Hilfengebung

Locker und entspannt sitzen und an die rechtwinklige Linie denken! Das Kinn darf nicht nach vorne gestreckt werden, da man sonst zu weit nach vorne lehnt und nicht mehr fest im Sattel sitzt. Auch das rechte Knie darf nicht im Sattel hochgezogen werden, besonders Anfänger neigen dazu, aber das lässt sich vermeiden, indem man sich vorstellt, das Knie mit den Zehen nach unten zu ziehen. Die Hilfen für den Übergang vom Trab zum Schritt sind ähnlich wie beim Übergang vom Schritt zum Halt. Das Kreuz bleibt solange angespannt und die Zügel werden so weit verkürzt, bis das Pferd in den Schritt füllt. Danach gibt man sofort im Rücken und in der Hand nach und treibt das Pferd im Schritt wechselseitig vorwärts.

1. Korrekte Hanltung des Reitstockes

2. Falsche Haltung des Stockes, der Daumen sollte seitlich oder auf dem Kopf des Stockes liegen

Korrekte Lage des Reitstockes am Pferd.Der korrekte Einsatz des Stockes am Pferd

Galopp im Damensitz

Nach dem Trab folgt dir dritte Lektion im Damensitz: der Galopp. Es ist die bequemste Gangart im Damensattel. Im Gegensatz zum Herrensitz fühlt man sich beinnahe wie auf einem Schaukelpferd. Da der Rechtsgalopp im Damensattel einfacher ist, sollte man mit dieser Seite beginnen. Das Pferd muss ruhig im Trab gehen. Das rechte Bein ist fest um das obere Horn geschlungen. Dr Reitstock liegt knapp hinter dem Gurt, und das Pferd wird leicht nach rechts gestellt. Man dreht nun den Oberkörper ein wenig nach rechts, schiebt die linke Hand leicht nach vorne und nimmt die rechte etwas zurück. Ein deutlicher Druck mit dem linken Bein gibt dem Pferd das Zeichen zum Galopp. Der Oberkörper darf dabei aber nicht mit nach links rutschen! Wenn das Pferd angaloppiert ist, liegt das Bein wieder in der Normalposition am Sattel. Zum Linksgalopp vollführt man das gleiche auf der linken Hand. Dabei darf man das Gewicht aber nicht auf die linke Hüfte verlagern, da die Biegung sonnst zu stark wird. Anstelle der Schenkelhilfe erfolgt nun ein druck mit dem Reitstock. Das Angaloppieren auf der linken Hand mag auf den ersten Blick schwieriger erscheinen, doch der Schein trügt. Tatsächlich ist es viel leichter, da die Gewicht- und Schenkeleinwirkung im Damensitz das Pferd eher zu einer Linksstellung bewegt. Zum Übergang in den Trab versammelt man das Pferd und gibt mit Kreutz- und Handeinwirkung eine halbe Parade. Nach dieser Parade sofort wieder nachgeben, um nicht in einen hektischen Trab zu fallen.

 Die einzige Hilfe, die man im Galopp sehen darf, ist ab und zu ein kleiner Klaps mit dem Absatz, damit das Pferd nicht ausfällt. Die Hände bleiben ruhig, aber nicht ständig an derselben Stelle. Eine "festgenagelte" Hand schränkt das Pferd in seiner Bewegung ein und führt bei der Reiterin zu einem unschönen Mitwiegen in der Schulter. Besser ist daher eine bewegliche Hand, die mit der Bewegung des Pferdes mitgeht. Am besten stellt man sich vor, die Ellebogen seine durch ein Gummiband mit der Taille verbunden und ermöglicht den Händen auf diese Weise, der Kopfbewegung des Pferdes vor und zurück zu folgen, um es nicht im Maul zu stören. Man sitzt möglichst groß und aufrecht. Der Rücken fängt die Stöße ab, und das Becken folgt locker den Bewegungen des Pferdes. Die Beine sind entspannt. Wer sich zu fest am Horn klammert, verspannt den ganzen Körper. Das rechte Bein liegt mit der Wadenaußenseite flach am Sattel auf. Die rechte Zehenspitze zeigt nach unten auf die Schulter des Pferdes. Das linke Bein liegt gelöst am Gurt, ohne an das untere Horn zu drücken. Presst man nämlich den linken Oberschenkel dagegen, bewegt sich die linke Hüfte vor und zurück, und der Oberkörper vollführt eine unschöne Schwankbewegung. Auch im Galopp stets aufrecht sitzen. Dies fällt leichter, wenn man sich eine Linie denkt, die parallel zum Pferderücken vom eigenen Brustbein aus zwischen den Ohren des Pferdes Hindurchführt.

Reiten von Wendungen

In den Ecken darf man sich nicht nach innen lehnen, da man sonst das Pferd aus dem Gleichgewicht bringt. Es recht durchaus, wenn man aus dem aufrechten Sitz heraus die Schulter etwas in die gewünschte Richtung mitdreht. Bei dieser Schulterdrehung nimmt man die innere Hand von selbst etwas zurück und gibt mit der äußeren nach. Diese Zügelhilfen werden nötigenfalls mit dem inneren Schenkel oder der Gerte unterstützt. Nach der Ecke sind die Schultern wieder gerade- andernfalls wendet das Pferd weiter ab. Am Anfang wird man diese Drehbewegung in einer übertriebenen Form üben müssen. Dann sollte aber eine leichte Drehung ausreichen, um dem Pferd den Weg zu weisen. Mit dieser Schulterdrehung lassen sich alle Wendungen und Biegungen im Damensattel problemlos bewältigen.

 

 Eine kleine Video - Einführung zum Reiten im Damensattel gibt es auch unter :

http://www.pferdefernsehen.eu/mainnavi/filme/unterhaltung/reiten-im-damensattel.html

und unter :

http://www.damensattel-duesseldorf.de/content/presse_tv/reiter_revue/reiter_revue.htm

 

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