Tipps zum Kauf eines Damensattels

 Mit welchem Pferd kann man im Damensattel reiten?

Grundsätzlich kann man mit jedem Pferdetyp das Reiten im Damensattel betreiben, allerdings sollte man auch einige Grundsätze beachten:

-        Das Pferd sollte gut erzogen sein und einen guten Charakter haben, ebenso sollte es über guten Schwung in den Gängen verfügen

-        Das Pferd sollte eine gute Schulter und einen schön geformten Widerrist verfügen

-        Das Pferd sollte eine gute Rückenmuskulatur haben, da die Damensättel schwerer sind als normale Herrensättel. Um dieses extra Gewicht, welches auch noch etwas weiter nach hinten verlagert ist (die Reiterin sitzt ja weiter hinten als im Herrensattel) als im normalen Sattel, ist gute gesamt Muskulatur unabdingbar.

-        Ein Pferd mit langem Rücken ist angenehmer im Damensattel zu sitzen als kurzrückige Pferde

-        Eine kräftige Hinterpartie ist ebenfalls erforderlich, damit das Pferd von hinten Untertreten kann

-        Das Pferd sollte kräftig ausschreiten und muss stark Vorantreten

-        Pferde die zum Steigen und zum Buckeln neigen, oder sonstige Unarten haben sind zum Damensattel Reiten nicht geeignet, da das Verletzungsrisiko zu hoch währe

Beim Sattelkauf sollte man folgendes beachten:

-        Sehen sie sich zuerst die Beschaffenheit des Leders an,. Dieses sollte in gutem Zustand sein. Dabei auch auf rissiges oder trockenes Leder achten. An unwichtigen Stellen  wie Taschen oder hinterem Sattelblatt sind diese unproblematisch,  aber alle Gurte und Strippen müssen in einem guten Zustand sein, da diese viel Gewicht und Kräfte aushalten müssen

-        Bei Beschädigungen an der Sitzfläche oder die dort befindlichen Nähte sich lösen, wird dies mit der Zeit schlimmer werden und der Sattel muss dann komplett zerlegt werden um ihn reparieren zu können. Dies ist meist eine sehr teure Angelegenheit und eine sehr aufwendige Reparatur.

-        Sollten die Hörner gelitten haben, kann das meist recht schnell repariert werden, jedoch sollte man dann auch gleich das Metall innen überprüfen. Somit ist sichergestellt das der Sattel einwandfrei funktionstüchtig ist.

-        Die Sattelgurtstrippen und die Begurtung an denen sie befestigt sind, müssen auf einen guten Zustand kontrolliert werden, sonnst kann es beim Probereiten böse Überraschungen geben

-        Sollten sie Löcher von Holz oder Lederwürmer finden ist dies ein Alarmsignal, da diese auf mögliche Schäden am Sattelbaum hinweisen, was den Sattel unbrauchbar machen würde.

Beispiel einer gelungenen Restaurierung:

 Damensattel um 1870

 

Vor der Restaurierung

 

Nach der Restaurierung

 Der Sattelbaum sollte besonders gut kontrolliert werden, dies können sie indem sie:

      -        Den Hinterzwiesel gegen den Bauch drücken und mit beiden Händen den Vorderzwiesel auf sich zu ziehen.

-        Den Sattel mit der Sitzfläche nach unten auf einen Tisch legen. In jeder Hand mit einem Sattelbaumeisen vorsichtig die beiden Enden zusammen- und auseinanderdrücken – aber wirklich vorsichtig! Wenn sie wackeln oder zu stark nachgeben ist der Baum gebrochen und somit der Sattel unbrauchbar!

 

Sonstige Tipps und Hinweise:

-        Die Kissen dürfen nicht ungleich sein oder auseinander fallen. Ein guter Sattler kann zwar neue Kissen machen, aber auch das ist aufwendig und teuer.

-        Hat ein Damensattel eine moderne Bügelaufhängung muss er auch mit dem passenden Steigbügelriemen verkauft werden, da er sonst unbrauchbar ist. Manchmal ist es möglich passende neue Steigbügelriemen zu finden, diese sind aber sehr teuer.

-        Nie einen Damensattel kaufen, der der Reiterin nicht passt oder unbequem ist, obwohl er auf das Pferd passt. Der richtige und korrekte Sitz wird so nie erreicht.

-        Grundsätzlich sollte auf den Kauf eines billigen Sattels verzichtet werden. Es gibt zwar heut relativ gute und preiswerte Damensättel aus Südamerika und Portugal zu kaufen, ob sie aber auf das Pferd gut passen sei dahingestellt. Häufig passen sie nämlich gar nicht!

-        Auch sollte ein Damensattel nicht über das Internet bei Auktions-Homepages gekauft werden. Der Sattel kommt meist von außerhalb von Europa, die gezeigten Fotos zeigen kaum etwas über den Zustand des Sattels. Auch sind die Transportkosten zu beachten und meist sehr hoch. Ferner erhält man oft nach der Auktion nochmals die Möglichkeit den Sattel wegen irgendwelcher dubiosen Gründen des nicht zustande kommenden Verkaufs, zu kaufen. Dies sind meist Trittbrettfahrer, die versuchen ungeübten Bietern Geld aus der Tasche zu ziehen. Auf solche E-Mails nie antworten, sondern den Betreiber der Homepage dazu informieren.

  

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